10 Gründe für ein Studium in Südkorea!

10 gute Gründe für dein Studium in Korea!

Cover Ratgeber Studieren in Korea
Ratgeber Studieren in Korea

Ob komplettes Studium oder ein Auslandssemester – die Frage nach den Gründen, in Korea zu studieren, steht am Anfang aller Überlegungen. Zuallererst sollte man sich aber eine ganz andere Frage stellen: Möchte ich aus dem Alltagstrott ausbrechen?

Diese Frage sollte auf keinen Fall unterschätzt werden und den Konsequenzen sollte man sich ebenfalls bewusst sein. Korea ist eben nicht gerade um die Ecke. Bei etwaigen Problemen, die ganz sicher auftreten werden, ist man erst einmal auf sich allein gestellt und das in einem fremden Umfeld.

Den etwaigen Zweifeln, ob man auch außerhalb der liebevoll eingerichteten Komfortzone überleben kann, möchte ich hier allerdings die vielen positiven Seiten entgegensetzen. Schließlich sind es die positiven Dinge, die bei solch einem Auslandsstudium überwiegen und noch für den Rest des Lebens in Erinnerung bleiben werden. Genug des langen Vorworts, hier kommen sie nun, die 10 Gründe, warum du ausgerechnet in Korea studieren solltest:

 

1. Entdecke die einmalige Kultur Südkoreas.

Die koreanische Kultur ist zwar eine eigene asiatische Kultur, der Einfluss der unmittelbaren Nachbarländer China und Japan (Nordkorea hat verständlicherweise keinen Einfluss auf die südkoreanische Kultur) ist jedoch nicht zu unterschätzen. Dies ergibt eine interessante Mischung aus drei asiatischen Kulturen. Viele, die schon einmal in China oder Japan waren, werden so einige Merkmale wiedererkennen. Die japanischen und chinesischen Einflüsse garantieren einen breiteren kulturellen Eindruck, der es ermöglicht, über den kulturellen Tellerrand Südkoreas hinauszublicken.

Bedingt durch die jüngere Geschichte ist auch ein großer westlicher bzw. amerikanischer Einfluss vorhanden. So gibt es an jeder Ecke Kaffeeläden nach Starbucks-Vorbild, aber auch koreanische Burgerbuden. Der starke westliche Einfluss hat zur Folge, dass der „Kulturschock“, wie er beispielsweise in Filmen wie Lost in Translation zelebriert wird, nicht so groß ausfällt. Es gibt hier und da für Europäer immer wieder vertraute kulturelle Anker, die einem den Alltag erleichtern.

Ein weiterer Einfluss auf die koreanische Kultur ist die Geschichte Koreas. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf einen langweiligen Abriss der Geschichte Koreas verzichten und mich kurz fassen. Von einer uralten Geschichte einer Hochkultur, die dann durch mehrere Besatzungen Chinas und Japans (daher wahrscheinlich die heutigen Einflüsse) gezeichnet wurde, zum Koreakrieg, der seinen vorläufigen Waffenstillstand im Jahr 1953 fand, befindet sich das Land heute eher in einem kulturellen Zeitraffer.

Das hat auch mit dem enormen wirtschaftlichen Aufschwung zu tun, der das Land seit der letzten Wirtschaftskrise in den 90er Jahren stetig vorantreibt. Heute muss man anerkennen, dass die technische Entwicklung in Korea dem europäischen Stand, besonders was Unterhaltungselektronik und Smartphones anbetrifft, weit voraus ist. Eine Reise nach Korea ist also auch eine Reise in die nahe Zukunft der technologischen Entwicklung.

2. Lerne Koreanisch und verbessere dein Englisch.

Zwar stammt die koreanische Sprache aus chinesischen Wurzeln, die koreanische Schrift ist jedoch sehr einfach zu lernen. Das liegt daran, dass der König Sejong im 15. Jahrhundert anordnete, eine Schrift zu entwickeln, die seine Untertanen innerhalb eines Tages erlernen können. Dementsprechend simpel und logisch ist die koreanische Schrift aufgebaut. Schon nach wenigen Stunden kann man erste Schriften und Schilder lesen und Worte nach dem Gehör selbst schreiben. Die eigentliche Grammatik ist ebenfalls recht simpel aufgebaut. Hier ist die deutsche Sprache ohnehin eine der schwersten Sprachen der Welt. Der Rest des Koreanisch-Lernens geht dann nur über Fleiß und Vokabeln lernen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es durchaus im Bereich des Möglichen ist, nach einem Semester sein Essen auf Koreanisch zu bestellen oder nach dem Weg zu fragen. Im Vergleich zu anderen asiatischen Sprachen ist Koreanisch also eine leicht zu lernende Sprache.

3. Steigere deine Karrierechancen.

Die steigenden Karrierechancen durch ein Auslandsstudium sind natürlich die offensichtlichsten Gründe für ein Studium im Ausland generell. Hier spielen natürlich auch die vorherigen beiden Punkte eine große Rolle. Sicherlich wird man nach einem Auslandsemester kein verhandlungssicheres Koreanisch erwarten, allerdings sind die Sprachkenntnisse wesentlich fortgeschrittener, wenn man für längere Zeit im Land selbst gelebt hat, als einen VHS-Kurs in vergleichbarer Zeit besucht zu haben. Außerdem sind die steigenden Englischkenntnisse nicht zu unterschätzen. Denn die meiste Zeit wird man doch auf Englisch kommunizieren.

Der Begriff „interkulturelle Kompetenz“ ist zwar schon ein wenig überstrapaziert, aber es ist einfach nicht von der Hand zu weisen, dass man wesentlich tiefer in eine Kultur eintaucht, wenn man in einem Land für mehrere Monate oder Jahre lebt. Man bekommt einen nicht-touristischen Einblick in die Kultur und in Alltagssituationen, die es ermöglichen, Land und Leute besser zu verstehen. Hier kann man nicht aufhören zu betonen, dass die einmalige kulturelle Mischung Koreas karrieretechnisch eine gewisse Flexibilität verleiht.

Neben vertieften Kenntnissen in der englischen und koreanischen Sprache sowie der kulturellen Kompetenz ist aber noch ein anderer Punkt für Arbeitgeber von Interesse: nämlich die Tatsache, dass man sich völlig eigenständig in einer fremden Umgebung mit fremder Sprache zurechtgefunden hat. Ein Auslandsaufenthalt (egal ob in Korea oder nicht) ist also auch immer ein Nachweis dafür, dass man eigenständig, flexibel und offen für andere Dinge ist – alles Eigenschaften, die einem im Bewerbungsgespräch sicherlich nicht negativ ausgelegt werden.

Last but not least ist beim Thema Karrierechancen noch das Alleinstellungsmerkmal zu nennen. Zwar wird es auch andere Bewerber geben, die im Ausland studiert haben, allerdings werden die meisten wohl eher in Amerika, Australien oder England studiert haben. In letzter Zeit ist zwar auch das Studium in Thailand schwer im Trend, allerdings wird man mit einem Studium in Südkorea auf absehbare Zeit immer noch aus der grauen Masse herausstechen.

4. Entwickle deine Persönlichkeit weiter.

Zwar wurde die Persönlichkeit im vorherigen Punkt schon angerissen, die enorme Entwicklung, die man unweigerlich während eines Studiums im Ausland erfährt, ist jedoch einen eigenen Punkt wert. Durch die beschriebene Fähigkeit, Probleme in einer fremden Umgebung mit einer fremden Sprache lösen zu müssen, wird zweifelsohne das eigene Selbstvertrauen gestärkt. Neben Problemen muss aber auch der Alltag erst einmal erfolgreich organisiert werden, was einem auch einiges abverlangt. Kommt man jedoch von einem erfolgreichen Auslandsstudium zurück in die Heimat, weiß man, dass einem nichts mehr so schnell Probleme bereiten kann. Das aufgebaute Selbstvertrauen lässt einen weniger an sich zweifeln und man beginnt, die Dinge gelassener anzugehen.

5. Das koreanische Bildungssystem – weltweite Spitze!

Die koreanische Kultur basiert heute noch in großen Teilen auf den Lehren Konfuzius. Daher hat Bildung in Korea einen hohen Stellenwert. Das koreanische Bildungssystem wurde durch eine Reform in den 80er Jahren nach westlichem Vorbild strukturiert. Der Bildungsstand bzw. der Schulabschluss bestimmt nicht nur über den sozialen Status in Korea, sondern strahlt auch auf die gesamte Familie ab. Um Bestnoten zu erreichen, lernen koreanische Schüler bis zu 12 Stunden am Tag, was ihnen auf der einen Seite beste Platzierungen in der PISA-Studie, aber auch viel Kritik hinsichtlich der fehlenden Freizeit und damit verbundenen Persönlichkeitsgestaltung einbrachte.

Alles in allem fühlen sich koreanische Professoren geehrt, wenn europäische oder amerikanische Studenten ihre Vorlesungen besuchen. In der Regel wird der Maßstab für ausländische Studenten nicht gleich hoch mit dem der koreanischen Studenten gesetzt, was es ermöglicht, auch in solch einem anspruchsvollen Bildungssystem auf solch hohem Niveau mehr als nur zu bestehen.

6. Lerne Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Nicht nur kulturelle oder sprachliche Unterschiede wird man während eines Studiums in Korea feststellen können. Je nachdem ob man ein Teil seines Studiums in Deutschland gemacht hat, wird man auch eine andere Perspektive auf den Inhalt einnehmen. Koreaner sehen die Dinge einfach ein wenig unterschiedlich. Man kann also davon ausgehen, dass man zwar per se das gleiche Fach wie in der Heimat studiert, die Sicht auf die Dinge jedoch leicht anders sein wird. Solch neue Blickwinkel können nur bereichernd sein. Außerdem hat man eventuell die Möglichkeit, Kurse zu belegen, die man während eines Studiums in Deutschland nicht belegen könnte – ein weiterer Pluspunkt für Korea!

7. Knüpfe internationale Kontakte und schließe lebenslage Freundschaften!

Wer noch keinen Facebook-Account hat, der sollte sich in jedem Fall vor der Reise nach Korea einen anlegen. Koreaner sind nach anfänglicher Schüchternheit unglaublich kontaktfreudig. Außerdem sind viele Universitäten international ausgerichtet, was eine Mischung aus Studenten unterschiedlichster Herkunft verspricht. Man kommt praktisch gar nicht darum herum, viele Kontakte zu knüpfen und neue Leute kennenzulernen. Viele der neuen Bekannten werden zu Freunden. Diese Freundschaften bestehen nicht selten auch über den Aufenthalt in Korea hinaus, was weitere Möglichkeiten eröffnet, die zumindest einen Besuch im Heimatland der Freunde ermöglichen.

8. Ernähre dich gesund danke der einmaligen koreanische Küche.

Wie man vom heimischen asiatischen Restaurant schon vermuten mag, basieren die meisten Gerichte in Korea erst einmal auf Reis. Die koreanische Sprache gebraucht für eine vollwertige Mahlzeit das Wort „Bap“, was gleichzeitig auch Reis bedeutet. Im Unterschied zu anderen asiatischen Kulturen gehören neben dünnen Metallstäbchen aber auch Löffel zur Grundausrüstung bei Mahlzeiten. Das erleichtert vor allen denen die Nahrungsaufnahme, die mit Stäbchen nicht so filigran umgehen können. Ein weiterer Standard neben Reis und Suppe ist Kimchi – ein Kohl, der in allen erdenklichen Varianten auf den Tisch kommt. Neben diesen drei Grundstöcken wird fleißig variiert. Ein traditionelles koreanisches Essen zeichnet sich vor allem durch eine große Anzahl an kleinen Schüsselchen mit Beilagen aus. Bedingt durch die vielen vegetarischen Beilagen hat die koreanische Küche den Ruf, eine der gesündesten auf der Welt zu sein.

9. Die geografische Lage Koreas – schnell und günstig Asien erkunden!

Korea liegt im Herzen Asiens. Auch wenn das viele Länder in der Region behaupten, trifft dies bei Korea am meisten zu. Sollte man also Zeit und Geld haben, sind folgende Destinationen für günstige Wochenendtrips innerhalb kürzester Zeit unkompliziert erreichbar:

Das sind alles Reiseziele, bei denen man logischerweise von Deutschland aus wesentlich mehr Geld und Zeit investieren sollte. Wenn man schon für längere Zeit in der Gegend weilt, sollte man sich die Chance also nicht entgehen lassen und die Nachbarländer gleich mit erkunden.

10. Dein einmaliges Abenteuer – lebenslage Erinnerungen garantiert!

Wer neben dem Studium noch Zeit findet, durch Korea zu reisen, wird so manche unvergessliche Abenteuer erleben. Ob Fotos von bezaubernden Landschaften, abgedrehte Festivals oder einfach nur witzige Anekdoten – in jedem Fall wird man unvergessliche Erinnerungen sammeln und eine Fülle von Geschichten erlebt haben, von denen man seinen Enkelkindern noch erzählen wird!

Hier erfährst du was und wo du in Korea studieren kannst!

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