KONZERT: 02.12.2017 , Der Ringer Erobert Die Bühnen Asiens

Die deutsche Newcomer-Band DER RINGER packt diesen Herbst ihre sieben Sachen und tourt durch Asien. Nach Vietnam geht es weiter auf die Philippinen, nach China, Südkorea, Japan und in die Mongolei.
 
Neben zahlreichen Konzerten schafft das Goethe-Institut eine Begegnungszone zwischen den Musikern und Deutschlernenden an den Goethe-Instituten, PASCH-Schulen und Universitäten in gleich sechs asiatischen Ländern. Die Band geht in den Dialog und überlässt in Begegnungen das Musikmachen und Kreieren auch mal dem Publikum.
 
Mit ihrem 2017 erschienenen Debütalbum „Soft Kill“ ist DER RINGER die Stimme der digitalisierten Generation. Die Band greift wie keine andere zuvor diesen Zeitgeist auf und erzählt in metaphorischer und als Instrument funktionierender Lyrik mit ihren Songs Geschichten aus unserem Leben, in dem das Digitale konstanter Alltag geworden ist. Sie stellt Fragen, die uns beschäftigen: Wandert das Leben ins Netz aus? Kann im Virtuellen das Leben genauso real sein? Wie passen Digitalisierung und Menschlichkeit zusammen?
 
Dabei geht es den fünf Hamburgern nicht darum, das Digitale zu verteufeln, sondern seine Bedeutung im vernetzten Alltag einzugestehen und zu vertonen. Kann man für Roboter Liebeslieder schreiben? Man kann! Die Suche nach „Softness“, nach Weichheit und Emotionalität in der digitalen Welt, steht im Fokus ihrer musikalischen Schaffens.
 
DER RINGER ist eindringlich, luftig, laut und gefühlvoll. Und selbst ohne die deutschen Texte zu verstehen, klingt die Band nach Digitalität. Musikalisch bewegt das Quintett irgendwo zwischen Indie, Pop und Punk, benutzt gerne Synthesizer und den Vocoder-Effekt, nennt sich selbst „Soft Punk“ und bekommt ulkig klingende Begriffe wie „Post-Punk-Pop“ auf die Nase gedrückt.
 
DER RINGER ist Musik der Gegenwart, die zudem noch zukunftstauglich ist. Musik, die es wert ist, gehört und geteilt zu werden – auf sozialen Plattformen und in Konzerthallen. Es ist Musik für digitalisierte Herzen.

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Wovon man nicht sprechen kann

Um große Worte nie verlegen: Donald Trump im UN-Hauptquartier,  der Wandteppich zeigt die Chinesische Mauer.

Mit seiner Rede vor den Vereinten Nationen hat Donald Trump die verbale Eskalation im Nordkorea-Konflikt vorangetrieben. China hüllt sich hingegen in kalkuliertes Schweigen.

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Battle of the Year: And the winner is …

Jinjo, Südkorea, Gewinner Battle of the Year 2010
Hip-Hop ist erwachsen geworden. Die aus Amerika stammende Subkultur wird in Deutschland nun auch durch eine politische Partei vertreten: „Die Urbanen“ heißt sie. Seit 27 Jahren sucht Deutschland die Superbreaker: auf dem Battle of the Year, der 2017 in Essen stattfindet.

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Digital Concert Hall: 16.11.2017 , Simon Rattle dirigiert „Le Sacre du printemps“

Die Digital Concert Hall beginnt im November unter der Leitung von Simon Rattle mit einem Stück von Thomas Adès, der als zeitgenössischer Komponist europäische Musiktradition in seine Werke einfließen lässt. Die Komposition Powder Her Face Suite ist ein Ablegewerk seiner Kammeroper Powder Her Face, dass schon 1995 beim Cheltenham Music Festival seine Uraufführung hatte. Darauf folgt das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 25 in C-Dur KV 503 von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem die englische Pianistin Imogen Cooper zu hören ist.
 
Während Mozarts Stück ein größtenteils humorvolles musikalisches Erlebnis ist, vermitteln die zu hörenden Kompositionen Igor Strawinskys einen traurigen und unheilvollen, düsteren Klang. Stawinskys Chant funèbre entstand nach dem für ihn überraschenden Tod seines ehemaligen Lehrers Nikolaj Rimsky-Korsakows. Während der Russischen Revolution ging dieses Stück verloren und galt lange Zeit als verschollen bis es vor kurzem wiederentdeckt wurde und nun in Ensembles der ganzen Welt erneut zu hören ist. Das ebenfalls gespielte Werk Le Sacre du printemps wiederum sorgte schon bei seiner Uraufführung in Paris 1913 für einen Skandal, da es mit der musikhistorischen Tradition brach. Während diese Komposition mit einer frühlingshaften Melodie des Fagotts beginnt, die die Erde erwachen lässt, steigert es sich schon bald hinein in einen fanatischen, mit irregulären Rhythmen durchsetzen Opfertanz, bei dem erst durch den Tod der Geopferten wieder Frieden einkehrt.
 
Als Einführung in die Veranstaltung wird es eine kurze Live-Darbietung der Violinistin Park Shin-Hye und der Pianistin Kim Young Jin geben. Park Shin-Hye studierte unter anderem an der Musikhochschule Münster und der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Kim Young Jin machte ihr Diplom an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Saar, welches sie mit Auszeichnung abschloss. Die beiden Musikerinnen werden die Violinsonate Nr.18 in G-Dur (K 301) von Mozart und die Suite Italienne von Stravinsky spielen.
 
Die Berliner Philharmoniker gilt als eines der weltweit führenden Symphonieorchester. Das Orchester der deutschen Hauptstadt, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1882 zurückreichen, hat im Lauf seiner Karriere zahlreiche Preise gewonnen – unter ihnen nicht nur viele Echo- und BRIT-Awards aus dem Bereich Klassik, sondern auch 8 Grammys. 2007 wurden die Berliner Philharmoniker zum Internationalen UNICEF-Botschafter ernannt und sie sind damit die einzige Institution weltweit, die diesen Titel tragen darf.

Die Konzerte der Berliner Philharmoniker kann man auch außerhalb Berlins genießen: Das Orchester stellt alle Konzerte online im Stream in ihrer „Digital Concert Hall“ zur Verfügung. Das Goethe-Institut Korea zeigt normalerweise einmal im Monat eines der Konzerte auf der Leinwand in unserem Veranstaltungssaal. Umrahmt wird die Veranstaltung im Wechsel von einer Live-Aufführung oder einer Einführung in das gezeigte Werk.
 

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Wissenschaftlicher Gesprächskreis : 14.06.2017 , Klimaflüchtling Mensch

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Migrationsbewegungen des Menschen? Und wie kann man die nachteiligen Effekte des vom Menschen selbst verursachten Klimawandels vorhersagen und in Zukunft bekämpfen? Diesen Fragen geht Prof. Axel Timmermann in seiner Arbeit auf den Grund – mithilfe seines Forscherteams entwickelte er ein neues Computermodell, das die menschliche Ausbreitung im Wandel der astronomisch getriebenen Eiszeiten simuliert. Die erstaunlichen Ergebnisse wird er im diesmaligen Wissenschaftlichen Gesprächskreis vorstellen und im Anschluss mit dem Publikum diskutieren.
 
Prof. Axel Timmermann promovierte in Meteorologie an der Universität Hamburg und ist Professor an der Pusan National University. Seit Januar 2017 leitet er das Zentrum für Klimaphysik am südkoreanischen Institute for Basic Science (IBS). Er interessiert sich besonders für früheren und künftigen Klimawandel, Biogeochemie, die Erhöhung des Meeresspiegels und frühe menschliche Migrationsbewegungen.
 
Der Wissenschaftliche Gesprächskreis wird in regelmäßigen Abständen von der Deutschen Botschaft Seoul, dem Alumninetzwerk Deutschland-Korea (ADeKo), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Goethe-Institut Korea und der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt. Er bietet die Möglichkeit, deutsche Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen in deutscher Sprache  mit Simultandolmetschung auf Koreanisch zu hören und mit ihnen über aktuelle Themen zu diskutieren.

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Wissenschaftlicher Gespächskreis: 10.11.2017 , Musik und Künstliche Intelligenz: Die Zukunft komponieren

Musik und Künstliche Intelligenz (Arificial Intelligence, AI) haben eine lange gemeinsame Geschichte – mit ihren jeweils gemeinschaftlichen Dynamiken, von den nutzerfreundlichen Musikerkennungsprogrammen bis zu weiterentwickelten Deep-Learning-Kompositionskomplexitäten. Unlängst gelang es Christian von Borries erstmals, ein Orchesterstück zur Aufführung zu bringen, das von auf Künstliche Intelligenz zurückgehenden Algorithmen komponiert wurde. Im ersten Vortrag wird Christian von Borrries über seine Vorgehensweise und seine Musik sprechen, im zweiten Vortrag Juhan Nam, Assistant Professor am KAIST, der Deep Learning und dessen Anwendung in der Musik zum Thema macht. In der anschließenden Diskussion soll es dann um technische Neuerungen gehen, sowie um sorgfältige Einschätzungen, wie und was die Künstliche Intelligenz denkt und wie wir – als sich im Fortschritt befindliche Menschen – diese Vorstellungen begreifen können, die so entscheidend für soziale und politische Fragen mit Blick auf Autonomie erscheinen.
 
Christian von Borries ist einer der Kuratoren der in Seoul und in Beijing stattfindenden Ausstellung „A Better Version of You“. Er ist Dirigent, Komponist und Produzent ortsspezifischer ‘psychogeographischer’ Projekte. Von Borries wurde mit dem Echo Award für seine CD replay debussy ausgezeichnet. Sein Debütfilm THE DUBAI IN ME gewann einen Preis auf dem FID Marseille Film Festival, wurde auf Festivals in aller Welt gezeigt (u.a. bei der Yekaterinburg Industrial Biennale und bei der Principio Potosi Ausstellung in Madrid und Berlin) und ist auch online abrufbar. 2011 war er Gastprofessor an der Kunstakademie Nürnberg und unterrichtete 2012 Film an der Hochschule für FIlm und Fernsehen in Potsdam. 2013 nahm er als Teil des Central Asian Pavillions an der Biennale in Venedig teil wie auch an der Bergen Assembly in Bergen/Norwegen und der Werkleitz Biennale in Halle/Saale. 2015 schuf er das Musikprojekt “Conflict Music” und veröffentlichte das – gemeinsam mit Wolfgang Voigt – eingespielte Album “conflict/ re-conflict” im Rahmen der in Köln stattfindenden Academy of the Art of the World. 2017 wurde sein jüngster Film DESERT OF THE REAL im CPH:DOX in Kopenhagen uraufgeführt.
 
Juhan Nam ist Assistant Professor am Korea Advanced Institude of Science and Technology (KAIST) und leitet dort das Music and Audio Computing (MAC)-Labor. Zuvor war er Doktorand am CCRMA Stanford Center for Computer Research in Music and Acoustics und arbeitete mit Julius O. Smith, Jonathan S. Abel und Malcolm Slaney zusammen. Er ist an den vielfältigen Fragestellungen an den Schnittstellen der Musik interessiert, an Audiosignalprozessen, maschinellem Lernen und Mensch-Computer-Interaktion. Seine Forschung konzentriert sich auf die Erforschung von computerisierten Methoden zur Analyse und Synthetisierung von Musikklängen, die in verschiedenen musikalischen Bereichen wie Musikhören, Performance, Komposition, Produktion, Bildung und Unterhaltung Anwendung finden.
 
Der Wissenschaftliche Gesprächskreis wird in regelmäßigen Abständen von der Deutschen Botschaft Seoul, dem Alumninetzwerk Deutschland-Korea (ADeKo), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Goethe-Institut Korea und der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt. Er bietet die Möglichkeit, deutsche Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen in deutscher Sprache mit Simultandolmetschung auf Koreanisch zu hören und mit ihnen über aktuelle Themen zu diskutieren.
Die Veranstaltung ist außerdem Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung „A Better Version of You“, die vom 12. bis zum 17. Dezember 2017 im Art Sonje Center in Seoul stattfindet.

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